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Hintergrund: Keine Katastrophe in Sicht |
auto-reporter.net - 8. Oktober 2008. Hinter den Bergen, bei unseren Nachbarn in Österreich, sieht man Vieles anders als bei den Piefkes. Das gilt sogar für den Klimawandel. Dort kommen jetzt Gletscherforscher zu dem Schluss, die „Klimakatastrophenszenarien von Klima-Apokalyptikern halten einer wissenschaftlichen Überprüfung“ nicht stand. So die führende österreichische Tageszeitung „Die Presse“ in einem Artikel mit der Überschrift „Die Erwärmung ist nicht abnormal“.
Beide Aussagen, die Durchschnittstemperaturen seien auf dem höchsten Stand und die Temperaturen seien so schnell gestiegen wie noch nie, erklärten Forscher für falsch. Das haben sie bei einem groß angelegten Forschungsprojekt mit der Bezeichnung Holozänes Lawinengeschehen (Hola) herausgefunden. Dabei wurden Lawinenereignisse seit dem Ende der (vorläufig) letzten Eiszeit untersucht.
Ein Ergebnis: In wie Dritteln der vergangenen zehntausend Jahre war es wärmer als heute. Dabei waren Temperaturschwankungen um 1,5 bis zwei Grad Celsius völlig normal. In den vergangenen 130 Jahren ist danach die Durchschnittstemperatur um 0,8 Grad gestiegen. Das Blatt zitiert den Innsbrucker Lawinenforscher Gernot Patzelt: „Was wir erleben, liegt in der normalen Schwankungsbreite.“
Ihre Daten haben die Forscher durch die Analyse von Zirbenresten und Blütenpollen aus einem Moor gewonnen. Abgehende Lawinen hatten die Pflanzen in die Tiefe gerissen, wo sie im sauerstoffarmen Wasser konserviert wurden. So konnten sie das Klima bis ins Jahr 7108 vor Christus zurückverfolgen.
Den ersten Lawinenabgang datieren die Forscher erstaunlich exakt auf den Winter 6255/6256 vor Christus. Bis heute wurden 64 starke Lawinenabgänge ausgewertet, davon haben 21 den Wald zerstört. Das Material dieser Katastrophen fand sich danach im dem Moor. Patzelts Fazit: „Wir gehen keiner Katastrophe entgegen.“ Wärme Zeiten hätten die Menschen stets als ein Optimum empfunden. Das gilt auch für die Alpenbewohner; denn mit den höheren Temperaturen steigt die Bäumgrenze, erweitern sich die Wälder nach oben und werden dichter. Das schützt vor Lawinen. So fanden die Forscher die stärksten Lawinenabgänge stets in den kälteren Phasen des Klimas. (ar/Sm)
Von Peter Schwerdtmann
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