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IG Metall will VW und Porsche bei „Friedengipfel“ versöhnen |
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auto-reporter.net - 21. September 2008. Im Streit zwischen VW und Großaktionär Porsche über die künftige Unternehmenspolitik drängt die Gewerkschaft IG Metall (IGM) auf eine rasche Schlichtung zwischen den Schlüsselfiguren beider Unternehmen. „Es sollte alles probiert werden, durch vernünftige Gespräche zu einer Änderung der Mitbestimmungsvereinbarung bei der Porsche-Holding zu kommen, die demokratischen Grundsätzen genügt“, sagte Hartmut Meine, IGM-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“
So sei nach wie vor ein „Friedensgipfel“ unter Moderation des IGM-Chefs Berthold Huber ratsam. Ein solches Schlichtungstreffen zwischen den Betriebsratschefs von VW und Porsche, Bernd Osterloh und Uwe Hück, war Ende August kurzfristig abgesagt worden. Auch mit Blick auf die Friktionen zwischen Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Porsche-Holding und des VW-Konzerns, sowie unter den jeweiligen Vorstandschefs Wendelin Wiedeking und Martin Winterkorn mahnt Meine zur Mäßigung: „Das sind vier hoch bezahlte Manager, von denen man verlangen kann, dass sie emotionale Dinge außen vor lassen und fachlich-kompetent ihren Job machen.“
Nach Informationen der „Automobilwoche“ wollen führende Mitglieder der Familien Porsche und Piëch bereits innerhalb der kommenden beiden Wochen einen „großen Familienrat“ abhalten, um ihre aktuellen Animositäten zu entschärfen. An eine Ablösung von Piëch als Oberaufseher des VW-Konzerns, wie sie die Fraktion um dessen Cousin Wolfgang Porsche anstrebt, glaubt Meine nicht: „Ich gehe fest davon aus, dass Ferdinand Piëch Vorsitzender des VW-Aufsichtsrats bleibt.“ (ar/Sm)
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